Der Nasenbeinbruch

 

Entstehung

Der Nasenbeinbruch, auch Nasenbeinfraktur genannt, ist eine relativ häufige Gesichtsverletzung, die mehr als die Hälfte aller Gesichtsfrakturen ausmacht. Meistens ist er die Folge direkter stumpfer Gewalteinwirkung auf die Nase, wie zum Beispiel bei Kampf- und Kontaktsportarten durch einen Schlag, Tritt oder durch den Ball.

 

Symptome

Es kommt oft zu starkem Nasenbluten und das druckschmerzhafte evtl. überbewegliche Nasengerüst kann verformt sein. Eine Schiefstellung oder Verbreiterung der Nase deutet relativ sicher auf einen Nasenbeinbruch hin, kann aber aufgrund einer begleitenden Schwellung schlecht zu erkennen sein. Weitere mögliche Symptome sind eine Hämatomverfärbung und die Beeinträchtigung der Nasenatmung oder des Riechvermögens.

 

Diagnostik

Bei typischer Symptomatik kann durch eine Röntgenuntersuchung die Diagnose gesichert werden. Da bei Nasenbeinbrüchen immer wieder zusätzlich auch ein sogenanntes Septumhämatom auftritt, erfolgt ebenfalls eine Nasenspiegelung (Rhinoskopie).

 

Eine Komplikation: Das Septumhämatom

Beim Septumhämatom handelt es sich um eine Einblutung zwischen dem Knorpel der Nasenscheidewand und deren Schleimhaut. Diese hebt sich somit vom Knorpel, den sie normalerweise durch Diffusion versorgt, ab und wird das Hämatom nicht zeitnah über einen kleinen Schnitt entlastet, kann es in der Folge zu einem Absterben der Nasenscheidewand (Septumnekrose) mit Einsenkung des Nasenrückens kommen. Zusätzlich besteht dadurch eine erhöhte Infektionsgefahr mit Ausbildung eines Abszesses und weiteren sich daraus ergebenden ernsthaften Komplikationen wie zum Beispiel einer Hirnhautentzündung.

 

Therapie

Unverschobene Nasenbeinbrüche können mittels einer vorübergehenden externen Schienung behandelt werden und bedürfen keiner weiteren besonderen Therapie. Sind die einzelnen Bruchstücke verschoben, werden sie, im Idealfall innerhalb der ersten fünf bis sechs Tage nach der Verletzung, durch einen kleinen operativen Eingriff vom Naseninneren aus ausgerichtet.

 

Dr. med. Simeon Geronikolakis