Der Rippenbruch

 

Der Mensch besitzt insgesamt zwölf Rippenpaare, die jeweils an der Brustwirbelsäule entspringen und mit dieser und dem Brustbein zusammen das knöcherne Skelett des Brustkorbes bilden. Die ersten zehn Rippenpaare haben eine knorpelige Verbindung mit dem Brustbein, die untersten zwei enden frei in der Brustwand.

 

Entstehung

Rippenverletzungen sind im Fußball häufig Folge eines Sturzes oder eines direkten Schlages, zum Beispiel durch das Knie oder den Ellenbogen des Gegenspielers in einem Zweikampf.

Liegt keine knöcherne Verletzung einer Rippe vor, so handelt es sich um eine Rippenprellung, die manchmal aber schmerzhafter sein kann als eine Rippenfraktur, also der Bruch einer Rippe. Sind drei oder mehr benachbarte Rippen gebrochen, spricht man von einer Rippenserienfraktur.

 

Symptome

Bei einem Rippenbruch kommt es über der betroffenen Rippe zu starken Schmerzen, die sich beim tiefen Ein- und Ausatmen, beim Husten und bei Bewegung verstärken. Es kann sich eine Schwellung oder eine Luftansammlung unter der Haut bilden und manchmal lässt sich eine Stufe an der direkt druckschmerzhaften Rippe tasten oder hier ein Knirschgeräusch auslösen.

 

Diagnostik

Der Rippenbruch wird häufig schon durch eine Röntgenuntersuchung des knöchernen Brustkorbes festgestellt, manchmal kann eine Ultraschalluntersuchung im Vorfeld schon erste Hinweise geben. Schnittbildverfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Kernspintomographie (MRT) sind meistens nicht erforderlich, aber dennoch möglich um die Diagnose zu sichern und vor allem auch um Begleitverletzungen, zum Beispiel der Lunge oder innerer Organe, auszuschließen.

Eine durch Verletzung des Rippenfelles auftretende Komplikation ist der sogenannte Pneumo- oder Hämatothorax. Hierbei tritt Luft oder Blut in den Spalt zwischen dem inneren und äußeren Lungenfell ein, was zu einem Kollaps des entsprechenden Lungenflügels und damit zu einer lebensbedrohlichen Beeinträchtigung der Atemfunktion führen kann.

 

Therapie

Bei einem einfachen Rippenbruch wird eine symptomorientierte Therapie eingeleitet. Durch Schmerzmittelgabe, und in manchen Fällen auch durch Spritzen, wird eine Schmerzlinderung erzielt, wodurch auch eine Schonatmung verhindert werden soll, die wiederum das Risiko einer Lungenentzündung erhöhen würde. Dies wird durch eine zusätzliche Atemtherapie unterstützt.

 

Freigabe für den Fußball:

Wann ein Fußballer nach einem Rippenbruch wieder ins Mannschaftstraining und in den Spielbetrieb einsteigen kann, ist abhängig von mehreren Faktoren. Dabei spielt die Lokalisation und Art des Bruches eine große Rolle, denn hierdurch kann das Risiko einer erneuten oder umfangreicheren Verletzung abgeschätzt werden. Darüber hinaus bestimmt die Schmerzsituation den Zeitpunkt der Rückkehr ins Wettkampfgeschehen mit, da sie die Leistungsfähigkeit entscheidend beeinträchtigen kann. Bei einem einfachen Rippenbruch ohne Komplikationen kann in der Regel mit einer Ausfallzeit von drei bis sechs Wochen gerechnet werden.

 

Dr. med. Simeon Geronikolakis